Thursday, March 10, 2011

Judas – Das Tor zur Offenbarung – Teil 2

(Geschrieben von Jack Kelley)
Judas hatte beabsichtigt, einen Brief über das Thema der Errettung an die Gemeinde zu schreiben, aber stattdessen wurde er dazu angespornt, über die falschen Lehrer zu schreiben, die mit ihren Lügen die Gemeinde bereits infiziert hatten. Im ersten Teil dieser Artikelserie ist er gerade richtig warm geworden. Lassen Sie uns nun schauen, wie er die volle Kraft seiner Lawine gegen sie loslässt. Wie wir letztes Mal gesehen haben, schrieb er nicht nur über seiner Zeit, sondern auch über unsere Zeit.

„Diese sind Schandflecken bei euren Liebesmahlen und schmausen mit [euch], indem sie ohne Scheu sich selbst weiden; Wolken ohne Wasser, von Winden umhergetrieben, unfruchtbare Bäume im Spätherbst, zweimal erstorben und entwurzelt, wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschäumen, Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist.“ (Judas 12-13).

Der Ausdruck Liebesmahl bezieht sich auf die Praktiken der ersten Gemeinde, bei ihren wöchentlichen Treffen zusammen zu essen und Gemeinschaft miteinander zu haben. Es war eine Adaption des Passahs, das Jesus mit Seinen Jüngern gefeiert hat. Judas hat gesagt, dass sie nicht dorthin gehören, weil diese Menschen im Gegensatz zu den Hirten, die ihre Verantwortung kannten, die Herde zu füttern, nur daran interessiert sind, sich selber zu füttern.

Wolken ohne Regen schaffen es nicht, ihr Versprechen zu erfüllen, Erleichterung von der Dürre zu bringen. Sie lassen unsere Hoffnung ansteigen, aber bringen uns keinen Trost. Bäume, die keine Früchte bringen, sind entwurzelt. Judas hat sie zwei Mal tot genannt, weil sie keine Früchte bringen und keine Sprossen produzieren, und dadurch, dass sie entwurzelt sind, ist ihr eigenes Leben beendet. Die wilden Wellen des Meeres kommen von einer seltsamen Richtung. Sie können ein Boot vom Kurs abbringen oder sogar dazu führen, dass es kentert. Irrsterne sind unzuverlässig und können nicht für die Navigation gebraucht werden. Jeder, der ihnen folgt, ist in der Gefahr, sich zu verirren.

Diese vier Analogien zeigen, dass falsche Lehrer nicht nur falsch sind, sondern auch gefährlich. Und sie sind für diejenigen am gefährlichsten, die am wenigsten in der Lage sind, sich selber zu verteidigen. Wie Wölfe, die sich die Schwachen und die Nachzügler schnappen.

Judas hat gesagt, dass für sie für immer die dunkelste Finsternis reserviert ist, womit er andeutet, dass sie nicht gerettet sind. Johannes hat das bestätigt, als er folgendes über sie gesagt hat: „Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber es sollte offenbar werden, dass sie alle nicht von uns sind.“ (1. Johannes 2:19).

Falsche Lehrer, die die Gottheit von Jesus oder die Hinlänglichkeit Seines Opfers verleugnen, die die Schöpfung verspotten und die den Mord an Ungeborenen unterstützen, die wegen dem Profit das lehren, was falsch ist, und die gegen die Autorität der Bibel rebellieren, liegen nicht einfach nur falsch. Judas und Paulus sagen, dass sie in ihrem Herzen wissen, dass sie falsch liegen, und Johannes hat gesagt, dass sie durch ihre Worte und Taten beweisen, dass sie nie zu uns gehört haben.

Paulus hat gesagt: „Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein.“ (2. Korinther 11:13-15). Wenn Sie sich verkleiden, dann täuschen Sie vor, jemand zu sein, von dem sie wissen, dass Sie es nicht sind. Genauso wie der Teufel weiss, dass er kein Engel des Lichts ist, so wissen seine Diener, dass sie keine Diener der Gerechtigkeit sind. Diese Menschen sind nicht nur verblendet, sie führen bewusst in die Irre.

„Von diesen hat aber auch Henoch, der siebte nach Adam, geweissagt, indem er sprach: ‚Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Zehntausenden, um Gericht zu halten über alle und alle Gottlosen unter ihnen zu strafen wegen all ihrer gottlosen Taten, womit sie sich vergangen haben, und wegen all der harten [Worte], die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben.‘ Das sind Unzufriedene, die mit ihrem Geschick hadern und dabei nach ihren Lüsten wandeln; und ihr Mund redet übertriebene Worte, wenn sie aus Eigennutz ins Angesicht schmeicheln.“ (Judas 14-16).

Einige Gelehrte gebrauchen diese Bibelstelle um ihre Sicht zu unterstützen, dass das Buch Henoch zur Bibel gehört. Aber Judas hat unter der Eingebung des Heiligen Geistes geschrieben und hätte gewusst, dass das Buch von Henoch nicht von Henoch geschrieben wurde, und dass es eine Anzahl von historischen und theologischen Fehlern enthält. Judas war sehr genau darin, Henoch dadurch zu identifizieren, dass er zur siebten Generation nach Adam gehört hat. Das Buch von Henoch wurde aber erst einige hundert Jahre später geschrieben.

Judas 14 hat Ähnlichkeiten mit 1. Henoch 1:9. Aber auch wenn Judas es zitieren würde, würde das keine pauschale Bestätigung des Buches Henoch sein. Judas hätte die Bestätigung von Heiligen Geist haben können, dass der ursprüngliche Henoch wirklich gesagt hat, was Judas geschrieben hat. Das würde erklären, warum Judas die Aussage Henoch zugeschrieben hat, und nicht dem Buch mit diesem Namen. Wichtig hierbei ist, dass wir uns erinnern, dass der Herr kommen wird, um die falschen Lehrer zu richten, weil sie die Wahrheit Seines Wortes verdreht und verfälscht haben.

Aber es hängt nicht vom Zitat von Henoch durch Judas ab, um die Gerichte zu überprüfen, die die gottlosen falschen Lehrer erwarten. Petrus hat das Gleiche gesagt: „Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen. Und viele werden ihren verderblichen Wegen nachfolgen, und um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten ausbeuten; aber das Gericht über sie ist längst vorbereitet, und ihr Verderben schlummert nicht.“ (2. Petrus 2:1-3).

Zur Zeit des Alten Testaments hat es falsche Propheten gegeben, die vorgetäuscht haben, dass sie für den Herrn sprechen. Jetzt haben wir falsche Lehrer, die Sein Wort in etwas verdrehen, wozu es nie bestimmt war. Was sie lehren lehnt die Tatsache ab, dass der Herr für alle unsere Sünden gestorben ist und wir nur durch den Empfang Seines Geschenkes die Ewigkeit bei Ihm verbringen können. Stattdessen gebrauchen sie ihren Einfluss, um zerstörerische Irrlehren einzuführen, die ihre Nachfolger in die Irre führen. Petrus hat Judas und Johannes noch folgendes hinzugefügt: „Diese Leute sind Brunnen ohne Wasser, Wolken, vom Sturmwind getrieben, und ihnen ist das Dunkel der Finsternis aufbehalten in Ewigkeit.“ (2. Petrus 2:17).

Und Jesus wird das Schicksal dieser Heuchler besiegeln, indem Er sagt: „Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“ (Matthäus 7:23).

Ein Aufruf zum Ausharren
„Ihr aber, Geliebte, erinnert euch an die Worte, die im Voraus von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus gesprochen worden sind, als sie euch sagten: In der letzten Zeit werden Spötter auftreten, die nach ihren eigenen gottlosen Lüsten wandeln. Das sind die, welche Trennungen verursachen, natürliche [Menschen], die den Geist nicht haben.“ (Judas 17-19).

Hier bezieht sich Judas wiederum auf Petrus, der gewarnt hat, dass uns diese Spötter verhöhnen würden: „Wo ist die Verheissung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist!“ (2.Petrus 3:4). Diese Befürworter der Evolution behaupten, dass die Dinge schon immer gewesen sind und immer sein werden. Sie lachen, wenn wir über das 2. Kommen sprechen, als ob wir, die wir solche Gedanken haben, naiv wären.

„Dabei übersehen sie aber absichtlich, dass es schon vorzeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus [entstanden ist] und inmitten der Wasser bestanden hat durch das Wort Gottes; und dass durch diese [Wasser] die damalige Erde infolge einer Wasserflut zugrundeging.“ (2. Petrus 3:5-6). Es ist nicht so, dass sie nie gehört hätten, wie die Dinge begannen. Sie haben eine bewusste Entscheidung getroffen, das zu ignorieren, was Gott über die Schaffung des Himmels und der Erde gesagt hat und wie Er sie zerstört hat, als die Menschen boshaft wurden. Entgegen aller Beweise haben sie sich entschieden, zu glauben, dass sich Gott nicht in die Tätigkeiten der Menschen einmischt und deshalb niemals zurückkommen wird.

„Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist; bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes und hofft auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben.“ (Judas 20-21).

Den Glauben zu erbauen ist wie Muskeln zu erbauen. Es bracht Training. Jakobus, der Bruder von Judas, hat es so gesagt: „Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt.“ (Jakobus 1:2-3).

Ein Athlet sucht nach Möglichkeiten, sich selber zu testen und nimmt sie gerne wahr, weil es eine Möglichkeit ist, sich selber schneller und stärker zu machen. Wir sollten auch so sein und die Prüfungen, die wir erfahren, als Möglichkeiten ansehen, unseren Glauben zu erbauen. Wir wissen im Voraus, dass der Ausgang zu unseren Gunsten sein wird, daher können wir diese Prüfungen als pure Freude ansehen. Sie bringen uns näher zum Herrn und helfen uns, auf den Tage zu schauen, von dem Er versprochen hat, dass er kommen wird.

„Und erbarmt euch über die einen, wobei ihr unterscheiden sollt; andere aber rettet mit Furcht, indem ihr sie aus dem Feuer reisst, wobei ihr auch das vom Fleisch befleckte Gewand hassen sollt.“ (Judas 22-23).


Wie der erfahrene Veteran den Neuling ermutigt, so können auch wir diejenigen erreichen, die zweifeln, während wir warten. Ich glaube, dass Judas hier Sacharja 3:1-10 im Kopf hatte. Es war eine Vision, eine von achten, die Sacharja in der gleichen Nacht hatte. Der Engel des Herrn war dort, zusammen mit Jeschua, dem Hohepriester, und dem Teufel. Als der Teufel begann, den Hohepriester anzuklagen, hat Gott gesagt: „Da sprach der Herr zum Satan: Der Herr schelte dich, du Satan; ja, der Herr schelte dich, er, der Jerusalem erwählt hat! Ist dieser nicht ein Brandscheit, das aus dem Feuer herausgerissen ist?“ (Sacharja 3:2).

Jeschua hatte unreine Kleider. Der Engel des Herrn hat gesagt: „Nehmt die unreinen Kleider von ihm weg“, und er hat Jeschua gesagt, dass Er seine Sünden hinweggenommen hat. Dann liess Er Jeschua mit reinen Gewändern bekleiden und sagte, dass er symbolisch für die kommenden Dinge sei. Er hat sich auf den Tag bezogen, an dem der Herr kommen würde, um die unreinen Kleider unserer eigenen Ungerechtigkeit hinwegzunehmen und uns mit reinen Kleidern Seiner Gerechtigkeit zu kleiden.

„Ich werde die Sünde dieses Landes an einem einzigen Tag entfernen“, sagte der Engel, wobei er sich selber als Jesus identifiziert. Es ist ein unglaubliches Beispiel, die ich das Evangelium von Sacharja nenne, und ich denke, dass Judas das aus gutem Grund in unser Bewusstsein gerufen hat. Wir müssen uns daran erinnern, was wir vorher waren und wie wir jetzt sind.

Wenn wir unseren Glauben erbauen und auf den Herrn warten, werden wir so auf den Himmel fokussiert sein, dass uns unsere irdischen Kleider an die unreinen Kleider des Hohepriesters erinnern werden, und wir werden uns danach sehnen, mit unseren himmlischen Gewändern bekleidet zu werden.

Lobpreisung
„Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich, mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen, dem allein weisen Gott, unserem Retter, gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.“ (Judas 24-25).

Der Brief von Judas endet so, wie er begann, mit der Zusage, dass Jesus dem Willen Seines Vaters gehorchen wird und auch nicht einen von uns verlieren wird (Johannes 6:38-40), sondern dass Er in der Lage ist, uns vor dem Straucheln zu bewahren und uns ohne Schuld vor Sich Selber zu präsentieren, als ob wir überhaupt nie gesündigt hätten.

Zu Beginn habe ich gesagt, dass der Brief von Judas auch die Geschichte der Abtrünnigen genannt werden könnte. Das liegt am Fokus des Autors auf den falschen Lehrern. Und denken Sie daran, dass sie alle behaupten, ein Teil der Gemeinde zu sein, obwohl ihre Lehren weit vom Evangelium entfernt sind.

Einige von ihnen sagen, dass Jesus überhaupt nicht der Weg ist. Sie verneinen Seine Gottheit, bezweifeln die Tatsache, dass Er für unsere Sünden gestorben und wieder auferstanden ist, und sie blenden Seinen Anspruch aus, dass wir wiedergeboren werden müssen. Sie müssen den Weg selber finden, indem Sie ein gutes Leben leben, oder geheimes Wissen erlernen, oder sich ihrer Gruppe anschliessen. Andere sagen, dass Er nicht der einzige Weg ist. Es gibt viele Wege zu Gott, und so lange Sie aufrichtig in dem sind, was Sie glauben, werden Sie sich finden. Wieder andere sagen, dass Er nicht der ganze Weg ist. Er hat es möglich gemacht, dass Sie Ihre Reise zu Gott beginnen, aber Sie müssen sie durch Ihre eigenen Anstrengungen vollenden, indem Sie ein gerechtes Leben gemäss ihren Standards leben.

Das sind alles Zweige der breiten Strasse mit ihrer weiten Pforte. Sie führen ins Verderben, weil sie Sie in ihrer letztendlichen Analyse zum Urheber Ihrer Erlösung machen. Das sind die Geschichten der Abtrünnigen.

Die Bibel sagt, Jesus ist der Weg, der einzige Weg, und Er ist der ganze Weg. Nur wenn wir ausschliesslich auf Sein vollendetes Werk am Kreuz vertrauen, haben wir die Hoffnung, das Königreich zu sehen. Der Glaube an Seinen stellvertretenden Tod ist das Einzige, was wir tun können, das nicht als Arbeit gezählt wird, und der Glaube allein wird uns als Gerechtigkeit angerechnet (Römer 4:5). Das ist der schmale Weg mit der engen Pforte, weil er Jesus zum einzigen Urheber unserer Erlösung macht.

Es ist aufregend, Teil einer grossen Menge zu sein, die alle Gott ehren und bei einer grossartigen musikalischen Produktion dabei zu sein. Es gibt ein Gefühl der Selbstzufriedenheit, wenn Sie von Ihren Mitmenschen als ein leuchtendes Beispiel von dem angesehen werden, was es bedeutet, ein siegreiches Leben zu führen. Und es gibt ein beispielloses Gefühl der Erfüllung, die Liebe des Herrn durch Missionsarbeit oder soziale Projekte den weniger Begünstigten auszudrücken. Aber wenn Sie kein wiedergeborener Gläubiger sind, wird Sie nichts davon auch nur einen Schritt näher an das Königreich bringen. Sie werden nur ein weiteres Opfer der Geschichte der Abtrünnigen sein. Das, was Sie in Ihrem Herzen glauben, rettet Sie, und nicht das, wie Sie sich in Ihrem Leben verhalten.

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